Thema Juni 2011

Ameisen: Die heimlichen Herrscher des Planeten

Sie sind die heimlichen Herrscher des Dschungels – und auch unserer heimischen Wälder:

Ameisen legen als Kolonie unglaubliche Kräfte an den Tag. Erscheinen die einzelnen Tiere klein und unscheinbar, funktionieren sie im Ameisenstaat als riesiger Super-Organismus. Von ihrer kollektiven Intelligenz und komplexen Organisation können wir Menschen uns noch einiges abgucken …

Ameisen gehören zu den erfolgreichsten Lebewesen der vergangenen 50 Millionen Jahre. Als einzelne Lebewesen sind sie zwar schwach und verletzbar - doch als Kolonie sind sie stark, wehrhaft und legen eine beeindruckende Schwarmintelligenz an den Tag. Nahezu alle Landmassen des Planeten haben sie unterhöhlt. Nicht nur sind sie die heimlichen Herrscher des Dschungels, sondern auch unserer heimischen Mischwälder. Sie leben in einer verborgenen Welt, folgen unsichtbaren Spuren und übermitteln geheime Botschaften. Der Bau des Staates, die Arbeitsaufteilung der Ernte, die Produktion des Nachwuchses: Alles ist minutiös geplant und funktioniert auch im größten Chaos.

 

Ein Phänomen, wie es bei uns Menschen nur selten beobachtet werden kann.

 

Experten vergleichen den Ameisenstaat mit dem menschlichen Gehirn, bezeichnen ihn als „Super-Organismus". Jede einzelne Ameise entspricht also sozusagen einer einzelnen Körperzelle beim Menschen. Allein kann sie nicht viel ausrichten. Erst wenn alle Zellen im Organismus zusammenwirken, entstehen grandiose Leistungen.

Fast kann der Eindruck entstehen, dass eine Ameisenkolonie als Ganzes schon so etwas wie ein Bewusstsein hat. Was die einzelne Ameise oder das ganze Volk denken mag, wissen wir nicht, können es bislang auch noch nicht messen. Wir können nur ihr Verhalten beobachten - und staunen.

 


 

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